Flucht vor der Hitze
Die Mittelstürmer haben sich während der Hitzewelle an einen Ort begeben, der als kühlende Oase gilt. Wir sprechen hier nicht vom Volksbad, sondern einem Ort der dazu beitragen kann, das regionale Klima zu beeinflussen und daher besonders schützenswert ist. Das Ziel war der Kameruner Stadtwald. Die Forscherfrage des Tages haben sich die Schüler selbst gestellt: „Sind die Temperaturunterschiede zwischen Stadt und Wald wirklich so groß und wenn ja – warum?“. Ausgestattet mit einem Infrarot-Thermometer konnten wir die Oberflächentemperaturen vergleichen und erhielten erstaunliche und zugleich erschreckende Ergebnisse. Auch die Unterschiede zwischen gemähten und naturbelassenen Flächen waren enorm. Das machte uns sehr nachdenklich und nachdem wir uns über Oberflächenversiegelung und falsche Grünflächenpflege ausgetauscht haben, kamen wir zu dem Fazit: Weniger ist mehr! Weniger mähen unserer Wiesen und Abholzung unserer Wälder schützen die Böden vor Austrocknung. Der Lebensraum von Kleinstlebewesen wie Insekten und anderer Gliedertiere könnte dadurch besser geschützt werden. Durch einen bewussteren Umgang mit unserer Natur würde der Mensch auch einen Beitrag zum Schutz einheimischer Säugetiere und seines eigenen Lebensraumes beitragen, denn die zunehmenden Temperaturanstiege sind kaum mehr aufzuhalten. Nach diesen ernüchternden Erkenntnissen haben wir uns im Wald zum Sitzkreis zusammengefunden und eine Danksagung ins Universum geschickt – an die Bäume und wilden Pflanzen, an die Vögel und Waldtiere, an die Sonne, das Wasser, die Luft und waren dankbar für die Zeit im Wald. Im kühlenden Schatten der Bäume haben wir Glückbringer hergestellt. „Das Auge Gottes“ ist eine Tradition aus Mexiko vom indigenen Volk „Huichol“. Die Götter schauen durch die Raute auf den Menschen und schützen ihn so vor Krankheiten und Unheil.